Häufige Fragen

Alles, was Sie vor dem ersten Hausbesuch wissen möchten

Wir beantworten die Fragen, die uns Tierhalterinnen und Tierhalter am häufigsten stellen – ausführlich, ehrlich und ohne Marketingversprechen, die wir nicht halten können. Sollte Ihre Frage hier nicht auftauchen, schreiben Sie uns einfach; wir antworten persönlich.

Der größte Teil des Stresses, den Tiere mit einem Tierarztbesuch verbinden, entsteht lange bevor die eigentliche Untersuchung beginnt. Er beginnt beim Herausholen der Transportbox, setzt sich fort im Auto oder in der überfüllten Bahn, verstärkt sich im Wartezimmer und erreicht seinen Höhepunkt auf einem kalten, rutschigen Behandlungstisch in einem Raum, der nach Desinfektionsmittel, fremden Tieren und Angstpheromonen riecht. Ein Hausbesuch entfernt diese gesamte Kette an Stressauslösern in einem einzigen Schritt.

Wenn unsere Tierärztinnen und Tierärzte zu Ihnen nach Hause kommen, bleibt Ihr Tier in seinem Revier. Es kennt jeden Geruch, jede Ecke, jedes Geräusch, und es hat Sie als vertrauteste Bezugsperson unmittelbar an seiner Seite. Katzen dürfen sich aus ihrem Versteck heraus in Ruhe an die neue Person gewöhnen, Hunde begegnen dem Besuch als Gast in ihrem Zuhause und nicht als Patient in einem fremden Territorium. Nicht selten liegt das Tier während der Untersuchung entspannt auf seiner eigenen Decke.

Das hat auch handfeste medizinische Vorteile: Angst und Aufregung erhöhen Blutdruck, Herzfrequenz, Atemfrequenz, Körpertemperatur sowie den Blutzucker- und Cortisolspiegel. Werte, die in der Klinik durch die Aufregung verfälscht sind, lassen sich zu Hause deutlich zuverlässiger erheben. Ein Herzgeräusch ist bei einer ruhigen Katze besser zu beurteilen als bei einer hechelnden, ein Bauch besser abzutasten, wenn die Muskulatur nicht angespannt ist. Zusätzlich entfällt das Risiko, sich im Wartezimmer mit Infektionserregern anzustecken – gerade für Welpen, Senioren und immungeschwächte Tiere ein erheblicher Sicherheitsgewinn.

Und schließlich sehen wir Ihr Tier in seinem tatsächlichen Alltag: wie es aufsteht, wie es läuft, wie hoch das Katzenklo für die arthrotischen Gelenke steht, wie glatt der Boden ist, wie es frisst und trinkt. Diese Beobachtungen sind diagnostisches Gold und in keiner Praxis reproduzierbar.

Ihre Frage ist noch offen?

Kein Tier ist wie das andere, und keine Situation gleicht der vorherigen. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Hausbesuch für Ihr Anliegen der richtige Weg ist, fragen Sie uns gerne vorab. Wir sagen Ihnen offen, wenn eine Klinik die bessere Adresse ist.

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